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Dein Team auf Instagram vorstellen, so geht es richtig

Kunden kaufen bei Menschen, nicht bei Logos. Wenn du dein Team vorstellst, bekommen die Gesichter hinter deinem Betrieb einen Namen, und aus Fremden werden vertraute Ansprechpartner. Hier erfährst du, welche Formate funktionieren, welche Fragen gute Antworten liefern und was du rechtlich beachten solltest.

Content-Ideen7 Min. LesezeitAktualisiert 10.10.2026

Warum Teamvorstellungen mehr als nette Fotos sind

Wer zum ersten Mal in einen Salon, eine Praxis oder eine Werkstatt kommt, ist ein bisschen unsicher. Wer erwartet mich? Wird man mich verstehen? Wenn man die Person schon von Instagram kennt, ist diese Hürde kleiner. „Ach, Sie sind die Lisa mit dem Hund!“ ist ein besserer Gesprächsbeginn als jedes Schild am Empfang.

Teamvorstellungen haben noch zwei weitere Effekte. Erstens zeigen sie, dass hinter deinem Betrieb echte Fachleute stehen und nicht nur eine Marke. Zweitens helfen sie bei der Mitarbeitersuche. Viele Bewerberinnen schauen sich vor einer Bewerbung das Instagram-Profil an. Ein Team, das sich gerne zeigt, ist eine glaubwürdige Antwort auf die Frage, wie die Stimmung im Betrieb ist.

Und auch für dein Team selbst kann eine Vorstellung eine Form von Wertschätzung sein, vorausgesetzt, die Person möchte das wirklich. Freiwilligkeit ist hier der wichtigste Grundsatz, und darum geht es weiter unten noch ausführlich.

Formate, die gut funktionieren

FormatInhaltAufwand
Klassisches PorträtFoto bei der Arbeit, Name, Rolle, ein persönlicher SatzGering
Steckbrief als BilderreiheBild 1 Porträt, Bild 2 bis 3 Fragen und Antworten, Bild 4 AufforderungMittel
LieblingsaufgabeDie Person zeigt den Arbeitsschritt, den sie am liebsten machtGering
Kurzinterview im VideoDrei Fragen, jeweils eine kurze Antwort in die KameraMittel
JubiläumFünf oder zehn Jahre im Betrieb, mit Foto von damals und heuteGering
Der erste TagNeue Kollegin wird begrüßt, eventuell mit einer kleinen WillkommensaktionGering

Für den Start reicht das klassische Porträt völlig. Wichtig ist, dass das Foto die Person in ihrem Element zeigt, also am Friseurstuhl, an der Hebebühne oder am Schreibtisch mit Kundenakte, natürlich ohne lesbare Daten. Ein steifes Passbild vor weißer Wand wirkt dagegen schnell wie eine Behörde. Wie du Bilder in Serie anlegst, erfährst du im Ratgeber zu Carousel-Posts.

Porträts, die nicht steif wirken

Viele Menschen mögen sich auf Fotos nicht. Mit ein paar Kniffen werden die Bilder trotzdem natürlich:

  • Beschäftigung statt Pose: Lass die Person etwas tun, das sie gut kann: Haare föhnen, eine Schraube anziehen, einen Kuchen anschneiden. Wer beschäftigt ist, vergisst die Kamera.
  • Erst reden, dann fotografieren: Stell während der Aufnahme eine Frage aus der Liste unten. Das Lächeln bei der Antwort ist echter als jedes „Bitte lächeln“.
  • Augenhöhe: Halte das Handy auf Höhe der Augen. Von unten wirkt es schnell unvorteilhaft, von oben kindlich.
  • Fensterlicht: Weiches Licht von der Seite schmeichelt fast jedem Gesicht. Direktes Mittagslicht und Neonröhren direkt über dem Kopf eher nicht.
  • Serienaufnahme: Mach zehn Fotos statt zwei. Die Person sucht sich ihr Lieblingsbild aus, und nur das wird veröffentlicht.

Ein einheitlicher Hintergrund oder eine wiederkehrende Bildaufteilung macht aus den einzelnen Porträts eine erkennbare Serie. Wer später durch dein Profil scrollt, sieht auf einen Blick, wer zum Team gehört.

20 Fragen für deine Teamvorstellung

Gute Fragen machen den Unterschied zwischen „Max ist seit 2019 bei uns“ und einer Vorstellung, an die man sich erinnert. Lass die Person zwei bis vier Fragen auswählen, die ihr liegen.

Beruf

  • Wie bist du zu deinem Beruf gekommen?
  • Was ist deine Lieblingsaufgabe?
  • Welcher Auftrag ist dir besonders in Erinnerung geblieben?
  • Welches Werkzeug würdest du nie hergeben?
  • Was unterschätzen Kunden an deiner Arbeit am meisten?
  • Welchen Tipp gibst du Kunden am häufigsten?
  • Was hast du im letzten Jahr dazugelernt?

Persönlich

  • Kaffee oder Tee?
  • Womit verbringst du am liebsten deinen freien Tag?
  • Welches Essen geht immer?
  • Welche Musik läuft bei dir in der Werkstatt?
  • Was wolltest du als Kind werden?
  • Welches Talent hast du, das niemand vermutet?

Betrieb und Team

  • Was magst du am Team am meisten?
  • Wie sieht dein typischer Montagmorgen aus?
  • Was ist die beste Tradition im Betrieb?
  • Was würdest du einem neuen Kollegen am ersten Tag sagen?
  • Welche Kundenfrage bringt dich immer zum Lachen?
  • Wofür bist du die Ansprechperson im Team?
  • Was macht dich nach einem Arbeitstag zufrieden?

Achte darauf, dass niemand zu privaten Angaben gedrängt wird. Wohnort, Familie oder Gesundheit sind tabu, außer die Person möchte das ausdrücklich selbst erzählen.

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Einwilligung, Widerruf und Ausscheiden

Die folgenden Punkte sind allgemeine Hinweise und keine Rechtsberatung. Für deinen konkreten Fall frag deine Kammer, die IHK oder eine Fachanwältin für Arbeitsrecht.

  • Einwilligung schriftlich: Fotos von Mitarbeitenden auf Social Media sollten nur mit ausdrücklicher Einwilligung erscheinen. Gerichte und Datenschutzbehörden erwarten bei Beschäftigten in der Regel eine schriftliche oder elektronisch dokumentierte Erklärung.
  • Echte Freiwilligkeit: Im Arbeitsverhältnis besteht ein Abhängigkeitsverhältnis. Mach deutlich, dass ein Nein keine Nachteile hat. Eine Klausel im Arbeitsvertrag, die pauschal alles erlaubt, ist kein guter Weg.
  • Zweck konkret benennen: Schreib in die Einwilligung, wofür die Fotos genutzt werden, also zum Beispiel für den Instagram-Auftritt und die Website des Betriebs.
  • Widerruf ermöglichen: Die Person muss darüber informiert werden, dass sie ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann.
  • Wenn jemand geht: Nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses sprechen gute Gründe dafür, die Fotos der Person zu entfernen, spätestens wenn sie das verlangt. Am einfachsten regelst du schon beim Einholen der Einwilligung, was beim Ausscheiden passiert.

Mehr Hintergrund zum Umgang mit Fotos von Personen findest du im Ratgeber Bildrechte und DSGVO.

Schritt für Schritt zur ersten Teamvorstellung

  1. Im Team ansprechen: Erklär in einer Teambesprechung, was du vorhast und warum. Frag, wer Lust hat, und warte nicht auf alle.
  2. Einwilligung einholen: Ein kurzes, verständliches Formular mit Zweck, Kanälen und Widerrufshinweis.
  3. Fragen auswählen lassen: Gib die Liste aus diesem Artikel weiter und lass jede Person zwei bis vier Fragen beantworten, gerne schriftlich.
  4. Fotos machen: Bei Tageslicht, am Arbeitsplatz, mit Werkzeug oder typischer Geste. Mach mehrere Varianten und lass die Person das Lieblingsbild auswählen.
  5. Text abstimmen: Zeig der Person die fertige Caption vor dem Posten. Das verhindert peinliche Momente und schafft Vertrauen.
  6. Veröffentlichen und reagieren: Antworte auf Kommentare und lass die vorgestellte Person gerne selbst antworten.

Plane die Vorstellungen als lockere Reihe, zum Beispiel jeden ersten Montag im Monat. Wie du solche Reihen in einen Gesamtplan einbaust, beschreibt der Ratgeber Redaktionsplan-Vorlage.

Wenn du allein arbeitest

Auch als Solo-Selbstständige oder Solo-Selbstständiger hast du ein Team, es sieht nur anders aus. Stell die Menschen vor, ohne die dein Betrieb nicht laufen würde:

  • Den Lieferanten, der dir seit Jahren das beste Holz liefert
  • Die Steuerberaterin, die dir den Rücken freihält (mit ihrer Erlaubnis)
  • Den Bürohund, der jeden Kunden begrüßt
  • Kooperationspartner aus der Nachbarschaft, mit denen du gemeinsam Aufträge erledigst
  • Dich selbst, mit derselben Fragenliste wie oben

Gerade die Vorstellung von Partnern aus der Region hat einen schönen Nebeneffekt: Die Partner teilen den Beitrag oft selbst, und du erreichst so Menschen aus deiner Nähe, die dich noch nicht kennen. Mehr dazu im Ratgeber Lokale Sichtbarkeit.

Abkürzung für Text und Gestaltung

Wenn Fotos und Antworten da sind, fehlt oft nur noch die Zeit für die Aufbereitung. In Pocket Creator kannst du mit Eigene Idee das echte Teamfoto hochladen und in einem Satz beschreiben, wen du vorstellst und was die Person erzählt hat. Deine Idee wird dabei nicht umgedeutet. Daraus entsteht ein Beitrag mit Caption und Hashtags, den du vor dem Posten prüfst, bearbeitest und mit der vorgestellten Person abstimmst. Grundsatz: Echte Mitarbeitende zeigst du immer mit echten Fotos, die sie freigegeben haben.

Häufige Fragen

Wie stelle ich mein Team auf Instagram vor?

Am einfachsten mit einem Porträt am Arbeitsplatz, Name, Rolle und zwei bis drei persönlichen Antworten. Als Bilderreihe kannst du Foto, Fragen und eine Aufforderung kombinieren.

Brauche ich die Einwilligung meiner Mitarbeitenden?

Ja, wenn sie erkennbar sind. Bei Beschäftigten wird in der Regel eine schriftliche oder elektronisch dokumentierte, freiwillige Einwilligung erwartet, die über den Widerruf informiert.

Was passiert mit Fotos, wenn jemand den Betrieb verlässt?

Spätestens wenn die Person es verlangt, solltest du die Fotos entfernen. Am besten regelst du das schon in der Einwilligung, damit es später keine Diskussion gibt.

Welche Fragen eignen sich für eine Teamvorstellung?

Eine Mischung aus beruflichen und leichten persönlichen Fragen, etwa die Lieblingsaufgabe, das wichtigste Werkzeug oder die Kaffee-oder-Tee-Frage. Private Themen wie Familie oder Gesundheit gehören nur hinein, wenn die Person es selbst möchte.

Wie oft sollte ich Teammitglieder vorstellen?

Eine Vorstellung pro Monat ist für kleine Betriebe gut machbar. Ergänzend eignen sich Jubiläen, neue Kolleginnen und Kollegen oder bestandene Prüfungen als Anlass.

Luis BenzGründer von Pocket Creator, Dresden. Baut Werkzeuge, mit denen kleine Betriebe ohne Agentur auf Instagram sichtbar werden.

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